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Möbel


Möbel spielten zu allen Zeiten eine Rolle und unterliegen der jeweiligen Mode. Schlichte Truhen, Betten, Tische, Stühle und Schränke waren beim einfachen Volk alltägliche Gebrauchsgegenstände Solide gebaut wurden diese Möbel von Generation zu Generation weitergereicht.

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Dagegen in Herrscherhäusern waren alle Möbel prunkvoll, Statussymbole, die Macht und Reich tum präsentierten. Aufwendige Schnitzereien und Intarsien-Arbeiten erzählten Geschichten und huldigten den Herrscher. Beliebt waren Jagdmotive. Edle Beschläge funkelten im Kerzenschein. Jedes Detail wurde zum Kunstwerk und überdauerte Jahrhunderte. Meisterhaft geschmiedete Beschläge zierten Schranktüren. Glaseinsätze wurden formvollendet geschliffen. Alle Möbel waren Unikate, geschaffen von Künstlern, um dem Auge und dem Herrscher zu schmeicheln. Wuchtige Schränke ruhten auf Löwenmotiven, geschnitzten, schwungvollen Möbelfüßen oder schlichten Holzkugeln. Möbel mit Geheimfächern regen noch heute die Fantasie an. Sitzmöbel beeindruckten mit schwungvollen Stuhlbeinen und Rückenlehnen, gepolstert mit kostbaren Brokat- und Samtstoffen. Die Möbel im Barockstil präsentierten üppige Prachtentfaltung. Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen wurden verwischt und die auf Einheit und Ruhe basierende Kunst der Renaissance abgelöst. Überste igerte Formvielfalt sollte Reichtum präsentieren.

Auffallend gestaltete Möbel prägten den Jugendstil. Geniale Entwürfe, die Einzigartigkeit verinnerlichten, wurden mit handwerklicher Gediegenheit und der Eleganz des Holzes kombiniert. Diese Möbel/ Einrichtungs-Stücke durchbrachen teilweise traditionelle Strukturen. Beeindruckende Linienführungen faszinierten bei den Sitzelementen. Zierlichkeit harmonierte mit schwungvoller Solidität. Die Möbel übertrafen sich mit ungewohnter Formgebung. Symmetrie prägte jedes Möbelstück bis hin zu den Intarsien. Rundungen, kantig, sachlich und verspielt, alles war möglich. Diese Möbel beeindruckten durch ihre Vielfältigkeit. Alltägliche Elemente, wie Wagenräder, Gitterfenster, Butzenscheiben, Turmspitzen und Brückengeländer, wurden bei den Möbel-Entwürfen integriert. Der Jugendstil legte den Grundstein für das moderne Design unserer Zeit.

Die historischen Möbel wurden von Künstlern geschaffen. Die sich entwickelnde technische Leistungskraft im 19ten Jahrhundert verursachte anfänglich eine rauschhafte Begeisterung. Maschinen konnten nun mit Leichtigkeit schneiden, polieren, schnitzen und malen. Minderwertige Nachahmungen historischer Möbel-Kunstwerke kamen auf den Markt. Vorbei war die Zeit, wo ein Möbel ein Unikat war. Tief war der Eingriff in die menschliche Kunst. Jede handwerkliche Geschicklichkeit verlor ihre Wertigkeit. Die Möbel wurden mit der Zeit sachlicher und industriell gefertigt. Es begann die Serienfertigung.

Anfang des 20ten Jahrhunderts waren die Möbel in viel en Wohnungen ähnlich, besonders wenn kein Reichtum präsentiert werden konnte. So stand im Schlafzimmer der Nussbaumschrank mit dem geschwungenen Mittelteil u nd den dezenten Holzranken auf den Seitentüren. Billige Holzarten wurden entsprechend furniert. Beliebt waren Möbel mit Wurzelmaserstruktur. Im Wohnzimmer stand dann die Mahagoni-Anrichte. Diese Möbel wirkten trotz sachlichen Verzierungen eher klobig. Viel Stauraum wurde wichtig. Geerbtes Porzellan, Damast-Tischt ücher, das Familienbesteck und vieles mehr benötigte Stauraum. Auf dem Sofa mit rotem Samtstoff und Musterreliefs im Stoff lagen Zierdeckchen. Man hatte sich eingerichtet.

Der Wirtschaftsaufschwung nach dem 2. Weltkrieg veränderte erneut den Möbelstil. Farbigkeit zog in die Wohnungen ein. Die N ierentische wurden zum Klassiker dieser Zeit. Optische Leichtigkeit verbreitete Lebensfreude. Schränke standen erhöht auf schlanken Füßen. Furnierte Modelle glänzten mit dem Hochglanzlack. Aufwendige Verzierungen gehörten der Vergangenheit an. Wertvolle, alte Möbel wurden dieser Zeit geopfert. Moderne Einrichtungen zogen überall ein. Wer in dunkler Schwerfälligkeit aufgewachsen war, wollte sich jetzt mit lockerer Fröhlichkeit präsentieren. Möbel aus Spanplatten mit Holzoptik entwickelten sich zu kastenförmigen Schrankwänden. Auf wenig Platz musste viel Staufläche geschaffen werden. Multifunktionsmöbel wurden wichtig. Die Couch konnte zu einer breiten Liege verwandelt werden und der Gast schlief selig im Wohnzimmer. Diese Möbel waren nicht mehr für Generationen gedacht. Ein altes Möbelstück, die Standuhr, ein kleines Schränkchen oder Tischchen, zogen in die moderne Sachlichkeit ein, verbreiteten einen Hauch von Nostalgie.

Spanplatten und mitteldichte Faserplatten mit Furnier oder Kunststoffbeschichtung werden in der heutigen Zeit vielfach eingesetzt. Ungleiche Einzelstücke gestalten die Räume. Schwungvolle Relief-Fräsungen schaffen Eleganz. Wohnlandschaften laden zum Relaxen ein. Von gesteppt bis sachlich mit Kissenelementen ist alles möglich. Möbel / Einrichtungsstücke unterschiedlicher Stilrichtungen auf Zeit, nicht für die Ewigkeit gedacht. All das können Sie sich in unserem Online-Shop in Ruhe anschauen, bestellen und günstig kaufen.

 

 

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